Mittwoch, 5. März 2008

immernoch Portsmouth / Dominica

Portsmouth / Dominica
Mittwoch, 05.03.2008; 11:00 Uhr

Wir finden zunehmend Freude am Schnorcheln. Dies trifft auch auf David zu, der über die Schwimmnudel oder einen Badering gelehnt lange und ausdauernd Seeigel, -sterne, Fische und Korallen betrachtet. Gestern langer Ausflug (Hin- und Zurück bestimmt 10nm) mit dem Dingi in die Douglas Bay, wo es nach Auskunft des Revierführers für Schnorchler schön sein soll. War es auch (nun ja, das Rote Meer war die Karibik in dieser Hinsicht bisher nirgenwo, Korallen gibt es meist eher vereinzelt; bunte Fische hat es aber zahlreich).

Auch wenn sich die Motive wiederholen, einige Bilder.

Strand nur für uns (auch mit Steinen lässt sich toll bauen):



Marie Claire besteht hartnäckick darauf, von Zeit zu Zeit auch zu steuern, und lässt mich dann nur unter laut schreiendem Protest wieder an die Lenkpinne:



Auch Schnorcheln vom Dingi aus ist möglich:



Viele Grüße

Ralf

Dienstag, 4. März 2008

Off Topic / Meine Verfassungsbeschwerde

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Trödlelioo, Juhee! Und die Erde dreht sich doch.

Es bedurfte des höchsten deutschen Gerichts und der Verfassung. Danach steht fest: Anwaltliche Dienstleistungen dürfen im Internet versteigert werden. Meine Verfassungsbeschwerde hatte Erfolg!!

Das war dem Bundesverfassungsgericht pünktlich zum Start der CeBIT sogar eine Pressemitteilung wert:

http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-024.html

Viele Grüße

Ralf

P.S.:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,539362,00.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Rechtsberatung-Internet-Ebay;art271,2488203
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/03/04/2488203.xml

Regentag in Portsmouth

Der Tag heute war sehr regnerisch. Wir haben mit unserem Weg zum Einklarieren zwar stundenlang geduldig gewartet, bis einmal kurz die Sonne durchschien, kamen jedoch trotzdem pitschnass wieder zurück zu unserem Segelboot. So gibt es von heute nicht viel Spannendes zu berichten. Hier deshalb Skurriles aus der Prince Rupert Bay in Dominica, die wir im übrigen sehr schön und sympatisch finden:

Aus dem Spezialitätenregal (es handelt sich um ganz normale Trockennudeln):



Nein, Wailana kann nicht untergehen:



Die hier in der Bucht liegenden Wracks sind aber auch zu beeindruckend:



Berufliche Zukunft? Das Büro und der Schlitten davor erinnerte uns an Juraabsolvent Rudy Baylers Mentor RA "Bruiser" aus dem Film "Rainmaiker".





Ein etwas anderes ästhetische Verständnis:



Das gilt auch für "Big Papa's". Ganz einfach ist es bestimmt nicht gewesen, auf diesen Namen zu kommen.



Betreiber "Jan", ein Deutscher und hießiger TO-Stützpunktleiter, gibt jeden Abend über UKW wichtige Annoucements an "All Stations" bekannt, wie z.B. dass es in Big Papa's am Abend Livemusik gibt.

Viele Grüße an alle Blogleser von uns allen

Sonntag, 2. März 2008

Wieder in Dominica

15°34,9'N 061°27,8W
Portsmouth / Dominica
Sonntag, den 02.03.2008, 18:00 Uhr

Letzte Nacht verbrachten wir sehr ruhig vor Anker in der "Anse sous le vent" der Ilet à Cabrit, die zu dem Inselgrüppchen der Saintes gehört. Heute früh nochmals ausgibiges Baden. Gegen Mittag tuckert die Toriba an uns vorbei! Nach fröhlichem Smalltalk über die Reling in dieser kleinen Segelwelt brechen wir um 13 Uhr nach Dominica auf.

Überfahrt trotz einiger Regenschauer mit Genua und gerefftem Groß ohne Probleme. Im Augenblick gibt es selbstgemachte Pizza zum Abendessen. Weil mein vor genau einem Monat in Antigua für 50 US$ gekaufter "1-Monat" WLAN-Access, der hier an einer ganzen Reihe von Ankerbuchten funktioniert, in 20 Minuten abläuft, ein schneller Gruß. Wir werden hier aller Voraussicht mindestens 2 Tage, vielleicht länger, bleiben.

Ralf

Samstag, 1. März 2008

Bourg des Saintes / Rückweg

15°52,3'N 061°35,1'W
Bourg des Saintes / Les Saintes / Guadeloupe
Samstag, 01.03.2008, 11:00 Uhr

Noch eine Woche. Am Montag, den 10.03.2008 wollen wir wieder in Le Marin, dem Endpunkt unserer Karibikreise sein. Nach dem Cousteau National Park haben wir vor der Marina in Guadeloupes Hauptstadt Basse-Terre vor Anker übernachtet. Die Marina ist ziemlich verlassen und alles andere als schick. Hier haben die "einheimischen" Franzosen Ihre Boote liegen und offensichtlich kein Interesse an Yachttourismus. Wir haben gestern früh dort trotzdem den Waschsalon für 2 Waschmaschinenladungen in Anspruch genommen. Danach ging es nach Bourg des Saintes, einer Ankerbucht, die wir vom Anfang unserer Rundreise bereits kennen. (Ankern nicht ganz einfach; 15 bis 20 Meter Wassertiefe mit entsprechendem Schwoiradius; die Boote liegen dessen ungeachtet sehr dicht.)

Wir haben bereits für Sonntag ausgecheckt und werden also aller Voraussicht nach morgen wieder nach Portsmouth / Dominica segeln.

Noch ein paar Fotos.

Taucher 1:



Taucher 2:



weitere Taucher (u.a. Milo vom Nachbarboot mit Papa):



Wenn Marie Claire "taucha" sagt, will sie alleine schwimmen. Hier nur mit Schwimmflügeln. Und weil das so viel Spaß macht, will sie am liebsten ohne Schwimmflügel ins wasser und auch dann "taucha". Wir haben "taucha" ohne alles bei 40Meter Wassertiefe nicht ausprobieren lassen:



Wer oder was ist hier die "Schwimmnudel":



Yachthafen von Basse-Terre (man beachte die Boote hinten links):



Viele Grüße

Ralf

Donnerstag, 28. Februar 2008

Cousteau National Park

16°10,4N 061°46,8W
Malendure (Guadeloupe)
Mittwoch 27.02.2008; 20:30 Uhr

Schon gestern segelten wir von Montserrat nach Deshaies/Gouadeloupe. Mit 55 Grad zum Wind ließ sich die Strecke zwar noch unter Segeln zurücklegen 20 bis 25 Knoten wahrem Wind, der hier nunmal meist vorherrscht, flüchtete sich meine komplette Manschaft mal wieder in den Reiseschlaf.

Von unserer Reise nach Norden kennen zwar schon den östlichen Schmetterlingsflügel von Guadeloupe (Grande-Terre), nicht aber den westlichen (Basse-Terre). Nach dem Einlarieren sind wir deshalb heute früh mit Spannung knapp 9 Seemeilen die windgeschütze Lee-Küste entlang in den Cousteau National Park motort. Das ist ein kleines Tauchparadies mit Korallen, bunten Fischen, Riesenschildkröten und viel anderem bunten Meeresgetier. Ankern streng verboten. Es gibt exakt 2 Bojen, an welchen Segelboote festmachen dürfen. Und: wir hatten Glück. Nachdem Martina zunächst vom nicht befestigten Boot eine halbe Stunde lang geschnorchelt ist, wurde tatsächlch eine der beiden Bojen frei!! Heute also schnorcheln und baden bis zum Abwinken. Und Freundschaft mit einem netten Franzosen mit seinem 2jährigen Milo auf der "Gwen Askel" an der anderen Boje haben wir auch geschlossen.

Wegen des doch nicht unerheblichen Schwells an der Boje draußen am "Pigeon Island" haben wir diese heute Abend verlassen und sind jetzt dicht an der Küste bei Malendure vor Anker. Morgen früh wollen wir vielleicht nochmals raus zum kleinen Korallenriff, bevor es dann weiter, vermutlich nach Basse-Terre (gleichnamige Stadt der Inselhälfte).

Viele Grüße
Ralf

Dienstag, 26. Februar 2008

Montserrat über und unter Wasser

Die Inseltour mit Taxifahrer Christian führte uns u.a. ins Observatorium des Vulkans wo wir einen Film über die Vulkanaktivitäten seit dem ersten Ausbruch vor gut 10 Jahren sahen.

Richtig nahe ran an den Vulkankrater darf man wegen der andauernden Aktivitäten nicht.





Seit Jahren ergießen sich Lava und Schlammassen die Hänge bis ins Meer herunter:



So sieht die ehemalige Inselhauptstadt, die im Sperrgebiet liegt, heute aus:



Nur schleppend wieder anlaufender Tourismus tut der Unterwasserwelt gut. Unterwasserbilder aus unerer Ankerbucht:





David ist nicht zu bremsen. Mit seiner Schwimmnudel hat er sich selbständig gemacht und schwimmt alleine die 300 Meter zum Strand (wir schnell mit dem Dingi hinterher):



Marie Claire eher entspannt:



Fotodurchsicht am Abend:

Montag, 25. Februar 2008

Montserrat

16°48,1'N 062°13,4'W
Little Bay / Montserrat
Sonntag, den 25.02.2008; 21:30 Uhr

Heute keine überragend schöne Überfahrt von Nevis nach Montserrat. Mit Vollzeug und beiden Motoren haben wir die 35 nm ziemlich gegen den Wind immerhin in nur gut 6 Stunden hinter uns gebracht. Hier angekommen wollten wir kurz vor 5 Uhr einen kleinen Landspaziergang unternehmen. Ein Uniformierter (vermutlich von der "Port Authority") wies uns freundlich darauf hin, dass wir einzuklarieren und "overtime" (Sonntagszuschlag in Höhe von vermutlich 70 EC$) zu bezahlen hätten. Als Alternative blieb uns nur, wieder zum Segelboot zurück zu tuckern.

Auf der Insel Montserrat ist seit 1995 und bis heute der Vulkan Sufrière aktiv. Er hat die Hauptstadt im Süden der Insel und das wirtschaftliche Leben vollkommen zerstört. 2/3 der Bevökerung haben die Insel seither verlassen. Der südliche Teil ist Sperrgebiet und kann nicht betreten werden. Auch einen Hafen gibt es hier nicht. "Little Bay" ist - wie der Namen sagt - eine kleine und nicht besonders geschützte Bucht im Norden Montserrats.

Aus 10 Seemeilen Entfernung vom wackligen Boot aus sieht der Vulkan so aus:

Alles nur Wolken?



Nicht ganz:



Morgen planen wir nach dem Einklarieren eine Inselrundfahrt und hoffen dabei Näheres zu erfahren.

Statt des Spaziergangs sind Martina, David und Marie Claire um unser Segelboot herumgeschwommen.

David im Alleingang einmal rundherum. Bravo!



Anschließend abspritzen und abtrocknen:



Dieses Foto hat vorhin David aufgenommen:



Nachtrag Nevis: braune Pelikane in Hülle und Fülle



Nachtrag zu St. Kitts: Brimston Hill Fortress




Nachtrag Statia: Die Küstenwache kontrolliet unser Boot. David ist fasziniert, die Beamten - wie man sieht - verständnisvoll.

Donnerstag, 21. Februar 2008

St. Kitts II

Letzte Nacht ankerten wir in der White House Bay (St. Kitts). Da wir es dann doch bedauerten, auf Brimstone Hill die zum Weltkulturerbe gehoerende Fortress nach dem Einlarieren gestern nicht besichtigt zu haben, sind wir heute frueh die gut 5 nm wieder zurueck nach Basseterre gesegelt und haben das nachgeholt. Taxifahrer "Jumbo" brachte uns in seinem Mini-Lieferwagen hin. David war begeistert und in der Tat der Ueberfluss an Kanonen und der Ausblick war beeindruckend.

Soeben haben wir uns im Internet mit den aktuellen Wetterdaten versorgt. Morgen solle es nach Nevis weitergehen. Hier jetzt die schon im letzten Posting versprochenen Fotos:

Entspanntes Segeln in der "Landdeckung" von Barbuda (Barbuda ist nur 30 Meter hoch):



Coca-Cola Pause in Codrington:



Klappenfoto fuers naechste Buch:



David schwimmt mit Schwimmnudel:



Marie Claire auf Barbuda:



Wer will da nicht aufs Foto?



Suchbild: wo ist Wailana?

Mittwoch, 20. Februar 2008

St. Kitts

St. Kitts
Dienstag, 19.02.2008, 22:00 Uhr

Mit dem letzen Tageslicht sind wir hier heute angekommen. Ich sitze mit meinem Laptop auf dem Vorschiff, weil nur hier die WLAN-Verbindung klappt und muss aufpassen, dass mir die gut 20 Kn Wind, den Computer nicht von den Knien wehen.

Da wir das Boot hier noch nicht verlassen haben, jetzt noch ein Nachschlag an Bildern, so der Upload mit der lausigen Verbindung klappt.

Dienstag, 19. Februar 2008

Sint Eustatius

Sint Eustatius (auf Englisch: "Statia")
Dienstag, den 19.02.2008; 09:30 Uhr (im Internetcafe ohne eigenen Laptop)

Seglerisch war der Tag gestern prachtvoll. Unter Genua und leicht gerefftem Gross sind wir mit 7 Knoten Fahrt hoch am Wind auf die Insel St. Eustatius gebrettert. Leider hat David, der sich trotz des boesen Spiels stets tapfer zeigt, sich uebergeben. Und auch Marie Claire hat die Reise im Abwehrdauerschlaf mitgemacht. Wir liegen hier vor Anker. Die Mobilfunkverbindung erlaubt leider nur Sprachtelefonie und keine Datenuebermittlung. Deshalb hier vom Internetcafe aus weniger Text, dafuer einige Bilder.

Bilder aus dem Paradies (Barbuda):







Marie Claire wartet auf die naechste Welle:







Baden in Gustavia:



Ohne Worte:



Marie Claire: "Und wenn die Richtung nicht stimmt, jetzt bin endlich ich am Steuer":



Gestern hier in Oranjestadt:





Viele Gruesse
Ralf

Montag, 18. Februar 2008

Nördlicher Wendepunkt

Simpson Bay, St. Maarten
Sonntag, den 17.02.2008

Wir haben die Simpson Lagoon wieder verlassen und liegen außerhalb der Zugbrücke wieder in der Simson Bay. Sebstverständlich haben wir unseren neuen Anker angeschlagen und erwarten, dass unser neuer Hauptanker zukünftig beim ersten Wurf sitzt.

Die kleinen Antillen sind ein überschaubare Welt. Man trifft in den Häfen und Ankerbuchten immer wieder auf dieselben Boote. Nur von einigen kennen wir auch die Besatzung. Trotzdem überkommt einen stets irgenwie ein vertrautes Grinsen, wenn man nach einigen Wochen diesebe Segelschüssel wieder vor sich hindümpeln sieht. Auf unserem kleinen Ausflug mit dem Dingi nach Marigot haben wir in der Lagune nicht nur bekannte Boote sondern auch Helmut und Lisa von der Alumine nach gut 6 Wochen wieder getroffen. Wir haben die beiden super netten Weltumsegler in Martinique Ende Dezember kennen gelernt. Man kann sagen was man will: die Inseln sind ein Dorf.

Wasser, Diesel, Lebensmittelvorräte sind aufgefrischt, 4 Waschmaschinenladungen frische Wäsche haben wir auch. Morgen früh geht es nach St. Eustatius und damit wieder nach Süden Richtung Martinique. Auf Saba müssen wir leider verzichten. Zu wenig Zeit verbleibt und wir hätten einen sehr schlechten Kurs zum Wind, um von dort nach St. Eustatius zu kommen. Auch der Kurs von hier direkt nach St. Eustatius verläuft hoch am Wind; die Reise wird damit schaukelig sein.

Viele Grüße
Ralf

Sonntag, 17. Februar 2008

Simpson Lagoon

Lagoon Marina, Simpson Lagoon (St. Maarten)
Samstag, 16.02.2008; 22 Uhr

Auf St. Maarten gibt es eine vom Meer völlig abgeschirmte Lagune, die im Süden vom niederländischen Teil und im Norden vom französischen Teil jeweils nur durch eine schmalen Brückendurchlass erreicht werden kann. Die geschützte Binnenlagune und die großen und best sortierten Yachtzubehör und -servicebetriebe machen St. Marten zu dem Ort in der gesamten Karibik schlechthin, wo Yachten gewartet werden können. Allerdings werden Yachten, die unbeaufsichtigt vor Anker in der Lagune zurückgelassen werden hier wohl auch dann und wann geplündert oder ganz gestohlen.

Auch wir waren heute im "Budegt Marines's flagship sotre" einer Yachtzubehörkette, die hier ihren Stammsitz hat, in dem es angeblich auch alles gibt, was im Katalog steht und vieles darüber hinaus. Wir haben uns steuerfrei und recht preiswert einen weiteren Anker gekauft (30 Kg schwerer Claw- oder Bruceanker) und sind neugierig, ob wir damit die Probleme, die wir auf festem Grund oder bei Seegrasbewuchs besser lösen können. Unser ansonsten fantastischer Fortress Alu-Anker versagt ja in diesen Sitationen und unser schwerer CQR-Anker hat Probleme bei Untergründen, die wiederum nicht fest genug sind.

Gerade sind wir noch am grübeln, ob wir morgen schon zur Insel Sint Eustatius weitersegeln oder noch den - angeblich schöneren - französischen Teil von St. Martin anschauen sollen.

Viele Grüße
Ralf

Freitag, 15. Februar 2008

St. Maarten

18°01,1'N 063°02,8'W
Philipsburg / St. Maarten
Donnerstag, 14.02.2008, 21:00 Uhr

Wir haben heute nochmals die Rede Gustavia auf St. Barthelemy genossen und sind z.B. um unser Boot geschwommen. Am Nachmittag sind wir dann zur zweigeteilten Insel St. Maarten (niederländischer Teil) / St. Martin (fränzösischer Teil) bei anfänglich nur gut 10, später gut 20 Knoten Wind gesegelt.

Insbesondere der niederländische Teil der Insel gilt als Steuer- und Einkaufsparadies. Wir werden das morgen eruieren. Wir liegen in der Groot Baai vor Anker. Außerhalb der recht gut geschützten Bucht dürfte es fjetzt gerade deutlich über 30 kn Wind haben, hier drin jedenfalls messen wir über 20 Knoten Wind. Unserem Anker dürfte das nichts ausmachen, bei nur 2 bis 3 Meter Wassertiefe verzeichnet das GPS keine nennenswerten Schiffsbewegungen. Gestern Nacht hat das GPS demgegenüber eine Wegstrecke von 6 nm aufgezeichnet, die wir (bei 8 Metern Wassertiefe) mit unserem Anker hin und her geschwoit sind. Mit anderen Worten: letzte Nacht war erwartungsgemäß sehr unruhig. Demgegenüber versprechen wir uns hier jetzt normalen Schlaf.

Viele Grüße
Ralf

Donnerstag, 14. Februar 2008

Barthelemy

Barthelemy hat es nicht besonders gut mit uns gemeint. Auf unserer kleinen Erkundungswanderung heute Vormittag sind wir in anhaltenden strömenden Regen geraten. Ein netter Mensch nahm uns in seinem mehr oder weniger offenen Jeep wieder zurück nach Gustavia. Ob des anhaltenden Regens blieb uns nichts anderes übrig, als im nächst besten Restaurant Zuflucht zu suchen. Ganz dem High Society Schicki-Micki Klischee der "Ile de Saint-Barthelemy" entsprechend gab es zwei Hamburger à 11 Euro und zwei Portionen Pommes mit jeweils abgezählten schätzungsweise 15 Fritten zu 7 Euro pro Portion Das ist Rekord und war damit das Ereignis schon fast wieder wert. Mehr haben wir noch nirgendwo pro Fritte bezahlt. Dazu noch eine winzige Tasse Tee machte zusammen über 40 Euro. Vernünftig Mittagessen kostet in dem Laden nen Hunni pro Person und der war auch noch proppen voll!! Da wir schon morgens für eine (als Ziffer: 1) Kugel Eis im Plastikbecher 3 Euro bezahlt hatten, braucht man sich über das Preisniveau hier insgesamt keine Illusionen zu machen. Außer teurem Essen, Gucchi-usw-Läden und haufenweise Superjachten mit adrett uniformiertem Putzpersonal ist hier nichts los. Wenn man sich als Nicht-Millionär mal so richtig unterpriviligiert fühlen will, ist man hier richtig.

Ein Liegeplatz im inneren Hafenbecken war leider nicht frei. Als wir um 13 Uhr mit dem Dingi wieder zurück in zu unserem Boot im Vorhafen tuckerten, lag dann leider eine neue Yacht an einer bislang verweisten Boje in unserem abgezirkelten Schwoikreis. Also erneute Ankerprozedur. Mehr Schwell als jetzt hatten wir übrigens noch nie. Es macht fast keinen Unterschied ob auf offener See oder hier vor Anker. Das Ankern im Vorhafen (ohne Hafenboje oder so) kostet uns übrigens 20 Euro!

Morgen geht es zur nächsten Insel, die auch unser nördlicher Wendepunkt sein wird, St. Martin/St. Maarten.

Viele Grüße
Ralf

Mittwoch, 13. Februar 2008

St. Barthélemy

17°53,9'N 062°51,3'W
Port de Gustavia / St Barthélemy (= St. Barth)
Mittwoch 13.02.2008, 8:30 Uhr morgens

Barbuda war das Karibikparadies, wie wir uns es erträumten: Kilometerlange menschenleere Puderzucker-Sandstrände mit braunen Pelikanen (Fregatvögel haben wir leider keine gesehen), hellgrünes glasklares Wasser, Sonne.

Nach 5 Tagen haben wir Barbuda gestern Abend verlassen und sind über Nacht nach St. Barth gesegelt. Da beide Kinder gegen Seegkrankheit nicht gefeit sind (MC noch weniger als David), wurden die beiden so auf dem für unsere Verhältnisse langen Törn geschont. Schlafen ist mit Abstand das beste Mittel gegen Seekrankheit. (Schade nur, dass mindestens einer stets wach bleiben muss.)

Nach gut halbstündigem Kreisen im dicht besetzten Ankerfeld dieses kleinen Hafens hier, haben wir um 7:00 kurz nach dem ersten Sonnenlicht unseren Anker erfolgreich platziert (Meterarbeit!) Jetzt geht es erst mal ins Dorf hier. Danach wird dann ein Mittagsschlaf unvermeidlich sein.

Viele Grüße
Ralf